Anarchistische Gruppe Mannheim

5. Anarchistische Buchmesse in Mannheim vom 10. bis 12. Mai 2019

5. Anarchistische Buchmesse in Mannheim vom 10. bis 12. Mai 2019

„Wer auf andere Leute wirken will, der muss erst einmal in ihrer Sprache mit ihnen reden.“ (Kurt Tucholsky)

Bald geht’s los! Vom 10. bis 12. Mai 2019 findet die V. Anarchistische Buchmesse Mannheim im Jugendkulturzentrum forum statt. Der positive Zuspruch des Publikums, der Verlage, der Ausstellenden und Referent*innen haben uns darin bestätigt, die zweijährig stattfindende Messe erneut durchzuführen.

Wir freuen uns, dass wieder zahlreiche libertäre Verlage auf der Buchmesse vertreten sein werden. Auch wird der eine oder andere Verlag erstmals dabei sein. Wie in den Vorjahren werden auch diesmal wieder 24 Lesungen und Vorträge angeboten. Leider nur – denn zu unserer großen Überraschung sind wir noch wesentlich mehr als sonst mit Vortragsangeboten überhäuft worden. Daher konnten wir einige spannende Vorträge nicht berücksichtigen.

Mit der Buchmesse wollen wir dazu beitragen, die Vielfalt des Anarchismus darzustellen. In den Referaten werden aus unterschiedlichen antiautoritären, libertären und anarchistischen Richtungen Positionen bezogen und zur Diskussion gestellt. Darüber hinaus berichten Aktivist*innen von ihren aktuellen Kämpfen und gesellschaftlichen Auseinandersetzungen.

Am Freitagabend beginnt die Buchmesse mit einem politischen Film: subversiv, anarchistisch, erzählt mit Augenzwinkern. Für den Samstagabend haben wir uns diesmal etwas Neues ausgedacht: Wir kooperieren mit befreundeten selbstverwalteten Strukturen im Viertel, die das kulturelle Rahmenprogramm für Euch gestalten.

Wie immer ist die Messe barrierefrei zu erreichen. Außerdem werden fairer Kaffee und leckere vegane Gerichte angeboten. Übernachtungsmöglichkeiten gibt es wie üblich auf der Schlafplatzbörse. Der Eintritt für die Buchmesse ist natürlich frei.

Da die Messe sich in erster Linie über Spenden finanziert, lassen wir in jeder Veranstaltung eine Spendendose rumgehen – das heißt aber nicht, dass für jede besuchte Veranstaltung eine Spende erwartet wird. Daneben finanziert sich auch das Küchenkollektiv Le Sabot über Spenden.

Wir freuen uns Euch auf der Buchmesse zu sehen!

Freiheit und Glück!

Anarchistische Gruppe Mannheim

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Solidarität nötiger denn je!

– Nachdem der Prozesstermin auf unbestimmt verschoben wurde, haben wir noch keine neuen Infos bekommen. –

Mannheim. Verdachtsunabhängige Polizeikontrollen von Menschen nichtweißer Hautfarbe sind Alltag in Deutschland. Mischt man sich ein, droht unter Umständen Gefängnis.

Prozess am 21. Januar · 10.30 Uhr Treffen vor dem Amtsgericht Schloss Westflügel, Bismarckstraße 14 · Prozessbeginn 11 Uhr

S. ist eine politische Aktivistin: Unter anderem ist sie dreizehn Jahre in der Basisgewerkschaft FAU organisiert gewesen und zuletzt bei der Bewegung für den Hambacher Forst aktiv.

Nachdem sie sich bei einer Personenkontrolle im Mai 2018 am Mannheimer Bahnhof eingemischt hat, droht ihr eine Gefängnisstrafe.

Genaugenommen lautet die Anklage auf „Widerstand, tätlicher Angriff und Körperverletzung“ gegen Polizeibeamte, wobei sich S. alleine gegen die Beamten gewehrt haben soll, (insgesamt waren fünf im Einsatz), nachdem sie sich geweigert hatte, ihren Ausweis zu zeigen und auf die Wache mitzukommen. Zusätzlich läuft ein Zivilverfahren zweier Polizisten, um die Erstattung von Heilmitteln und zwei Tage Dienstausfall, die S. bezahlen soll.

S. allerdings musste nach dem Vorfall ärztlich behandelt werden, ihre Verletzungen beschreibt sie selber unten.

Wie aber kam es zu der Situation, die Anklage und Prozess nach sich zog?

Angeblich sollen sie ja die Ausnahme sein: Kontrollen, deren Anlass die "falsche", dunklere Hautfarbe sind (Racial Profiling). Das behauptet zumindest die Polizei und stützt sich dabei auf Statistiken. Doch Statistiken ohne Berücksichtigung der Vorfälle, die aufgrund der Angst der von Kontrollen Betroffenen gar nicht erfasst werden, und das sind ja die allermeisten, sind sinnlos.

Tatsächlich scheint es eben nicht die Ausnahme zu sein, dass bestimmte ethnische Zuordnung bei der Polizei als krimineller gilt als andere. Dazu kann man auch einfach Rassismus sagen. Denn wie die „Schweizer Allianz gegen Racial Profiling“ nach unzähligen Interviews festgestellt hat, handelt es sich eher um ein systematisches Problem innerhalb der Polizei, nicht nur in Deutschland, sondern in vielen Staaten Europas.

So kam es im Mai 2018 am Mannheimer Hauptbahnhof dazu, dass S. auf den Weg zu ihrer Ausbildung 2 Menschen mit Migrationshintergrund stark abgeschirmt von 3 Polizisten vorfand. Sie hielt inne, sah, dass kein anderer von dem Geschehen Notiz nahm und entschied sich daher, der Personenkontrolle als Zeugin beizuwohnen. Nachdem diese Kontrolle stattgefunden hatte, wollten die Polzisten nun auch S. kontrollieren. Im Zuge dessen landete S. zunächst auf der Polizeiwache, dann im Krankenhaus und schließlich wurde der oben beschriebene Prozess gegen sie angestrengt.

S. beschrieb es so: „Die drei haben sich mir schnell zugewandt und mich aufgefordert, meinen Ausweis zu zeigen, worauf hin ich mich verweigerte. Nach mehrmaliger Aufforderung zogen sich alle drei gleichzeitig ihre Handschuhe an und näherten sich. Ich wurde auf den Boden gezwungen, währenddessen kam ein 4. Polizist hinzu. Dort legten sie mir Handschellen auf dem Rücken an und schliffen mich teils brutal zur Wache. Dort standen vier männliche und eine weibliche Polizistin zur Durchsuchung um mich herum. Ich wurde dieses mal mit dem kompletten Körpergewicht der vier männlichen Polizisten sehr schmerzhaft auf den Boden niedergedrückt. Sie haben mich dann gehen lassen, mich darauf hingewiesen, dass ich Post bekommen werde.
Daraufhin wurde ich später von einem Freund ins Krankenhaus gefahren. Ich wurde dort mehrfach geröntgt, Ultraschall untersucht und meine Verletzungen wurden aufgenommen. Ich konnte zehn Tage fast gar nicht laufen, hatte lila Prellungen und Quetschungen, konnte meinen Kopf nicht bewegen und hatte eine leichte Schädigung der Halswirbelsäule. Über drei Wochen lang hatte ich massive ganzkörperliche Schmerzen. Meine linke Schulter schmerzt bis heute (Anfang November 2018) täglich trotz Physiotherapien bis zur Hand runter, aber zum Glück nicht mehr ununterbrochen.“

Nun wird ja gerne mit dem Zeigefinger auf die Demokratiedefizite und fehlende Grundrechte in anderen Staaten gezeigt. Was aber, wenn hierzulande jemand Maßnahmen der Polizei kritisiert und eventuell ihren Forderungen nicht sofort Folge leistet, obwohl diese offensichtlich unbegründet und willkürlich erscheinen? Ist der Begriff dafür nicht „Zivilcourage“?

Es ist doch sonderbar: Zum einen wird eben jene „Zivilcourage“ von den Repräsentanten des Staates auf allen Ebenen gepriesen, so sagte einst Bundeskanzler Willy Brandt, (ausgerechnet nach ihm wurde der Bahnhofsvorplatz benannt, auf dem S. festgenommen wurde): „Wo die Zivilcourage keine Heimat hat, reicht die Freiheit nicht weit.“ Oder durch den Niedersächsischen Landespolizeipräsident Axel Brockmann, der sagt: „Zivilcourage ist elementar.“ Aber wenn solche Aussagen auch gegenüber Staatsgewalt ernst genommen und umgesetzt werden, dann langt der Staat mit voller Wucht gegen diejenigen zu und strengt Prozesse gegen sie an. Und es drohen nicht nur Geld und Gefängnisstrafen, sondern zumindest zeitweise auch Berufsverbote, etwa durch das Verbot staatliche Prüfungen zu absolvieren.

Menschen, die sich bei Kontrollen, die den Verdacht von Racial und Etnic Profiling erwecken, einmischen, müssen also unter Umständen mit staatlicher Repression rechnen.

Für S. ist es bereits der zweite Prozess, weil sie Zivilcourage gezeigt hat. Nach dem Niederreißen eines Transparents auf einer Nazikundgebung in Landau 2011 wurde sie anschließend in einem Prozess wegen Widerstands und versuchter schwerer Körperverletzung verurteilt. Letzterer Vorwurf kam allein dadurch zustande, dass S. damals schwere Stiefel trug, mit denen sie angeblich die Polizisten hätte verletzen können (was aber gar nicht der Fall gewesen war). Nun droht ihr als „Wiederholungstäterin“ eine Haftstrafe von bis zu zwei Jahren, angesichts der Tatsache, dass S. (außer dem Wegreißens eines Transparentes mit menschenverachtendem Inhalt) niemandem etwas getan hat, erscheint das völlig absurd. Tatsächlich sagt die Staatsgewalt in diesem neuen Mannheimer Prozess eigentlich: „Hinterfragt nichts, spurt gefälligst, sonst ergeht es euch schlecht!“

Genau deshalb ist Solidarität nötiger denn je, Solidarität mit jenen, die allein aufgrund ihrer Hautfarbe schikaniert werden und Solidarität mit S., die, weil sie einfach genau hinschauen wollte, damit so etwas nicht passiert, sich nun selber auf der Anklagebank befindet.

Unterstützerinnen und Unterstützer von S.

Für den Prozess gegen S. wird dringend Geld benötigt, bitte spendet an:
Schwarzkreuz Jena
IBAN: DE58 8306 5408 0004 9960 54
BIC: GENO DEF1 SLR
Verwendungszweck unbedingt angeben: Unterstützung für S.

Januar 2019

Aufruf als PDF

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Gegen die türkische Militäroffensive in Nordsyrien

Wir protestieren gegen den brutalen Angriff der türkischen Armee auf das kurdische Gebiet Afrin. Der Kanton Afrin ist Teil der Demokratischen Föderation Nordsyrien (Rojava), die trotz des Bürgerkriegs seit 2013 stetig aufgebaut wird. Die Menschen in Rojava werden erneut durch das Elend des Kriegs bedroht.

Ebenso protestieren wir gegen den Einsatz deutscher Waffen, die an die türkische Armee geliefert werden. Deutschland ist der drittgrößte Waffenexporteur und wie jetzt in Rojava werden Menschen einmal mehr durch deutsche Panzer zusammengeschossen.

Als hätten die Menschen in Rojava nichts Besseres zu tun. Denn von der Weltöffentlichkeit kaum beachtet, ist in Rojava ein bedeutender gesellschaftlicher Wandel im Gang. Die Wirtschaft wird auf basisdemokratische und selbstverwaltete Strukturen umgestellt, die Gleichberechtigung der Frauen schreitet voran. Menschenrechte und Religionsfreiheit sind gewährleistet und die Todesstrafe wurde abgeschafft.

Die soziale Veränderung in Rojava wird vor allem durch die PYD (Partei der Demokratischen Union) beeinflusst, die sich auf dem demokratischen Konföderalismus ausrichtet. Daneben gibt es eine Miliz, die YPG/YPJ (Volks- und Frauenverteidigungseinheiten), die am entschlossensten und erfolgreichsten den terroristischen „Islamischen Staat“ (IS) bekämpft hat.

In Rojava leben rund fünf Millionen Menschen. Es gibt eine große Anzahl von Flüchtlingen, die wegen des Bürgerkriegs aus anderen syrischen Landesteilen in Rojava Aufnahme gefunden haben. Das ist eine der vielen gesellschaftlichen Fragen, die noch gelöst werden müssen. Und dafür braucht es Frieden, um die zukunftsweisende Selbstverwaltung in Rojava weiter auszubauen.

Aber Frieden bekommen die Menschen in Rojava durch den Präsidenten Erdogan nicht. Die türkische Regierung will an ihrer Grenze kein kurdisches Selbstverwaltungsgebiet. Sie fürchtet, dies könnte den Autonomiebestrebungen der Kurd*innen in der Türkei weiteren Auftrieb geben. Der türkische Staat hat seit Jahrzehnten den Widerstand in Kurdistan blutig unterdrückt. Erdogan braucht auch die nationalistische Mobilisierung gegen einen äußeren Feind. Religiöse und säkulare Türk*innen sollen treu zu „ihrer“ Regierung stehen, sobald es gegen die Kurd*innen geht. Und tatsächlich unterstützen viele türkische Oppositionsparteien – mit Ausnahme der pro-kurdischen HDP (Demokratische Partei der Völker) – den Militäreinsatz gegen Afrin.

Die deutsche Bundesregierung unterstützt das Regime Erdogan, weil sie mit der Türkei einen schmutzigen „Flüchtlingsdeal“ abgeschlossen hat. Dieser soll Menschen von Europa fernhalten, welche dem Elend und den Kriegen entkommen wollen, die der Kapitalismus über ihre Länder brachte.

Im Kampf gegen den IS haben die syrischen Kurd*innen sowohl von Russland als auch von den USA militärische Unterstützung erhalten. Jetzt, nachdem der IS fast besiegt ist, werden sie von beiden Mächten im Stich gelassen, die den aktuellen Angriff der Türkei auf Afrin dulden. Dies zeigt einmal mehr, dass sich um Befreiung kämpfende Menschen nicht auf die Unterstützung von Staaten oder anderen hierarchischen Mächten verlassen dürfen. Diese mögen ihnen zwar zeitweise helfen – sofern es ihren Interessen nützt. Sobald dies nicht mehr der Fall ist, sind solche Mächte jederzeit bereit, ihre bisherigen Verbündeten fallen zu lassen.

Wirkliche Befreiung kann nur durch ein Bündnis von Unterdrückten aller Länder erreicht werden, die sich gegen jede Form der Herrschaft und Ausbeutung zur Wehr setzen und damit den Interessen der unterdrückenden Mächte widersprechen. Nur eine solche Bewegung kann eine neue solidarische und gerechte Welt schaffen.

Türkische Armee raus aus Kurdistan!

Stopp den türkischen Militäreinsatz gegen Afrin!

Aufhebung des Verbots der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) und anderer kurdischer Organisationen in Deutschland!

Solidarität mit der Selbstverwaltung in Rojava!

26. Januar 2018

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Rojava-Reader · UPDATE: überarbeitete und erweiterte 2. Auflage!

5. Ausgabe unserer Schriftenreihe

Der vorliegende Reader entstand im Zusammenhang mit der Veranstaltung „Hilfe für Rojava“ mit dem Arzt Michael Wilk, die wir als Anarchistische Gruppe Mannheim (AGM) im Januar 2016 organisiert hatten. Die Ereignisse in Rojava bewegen viele Menschen. Auf unserer gutbesuchten Veranstaltung wurden rund 800 Euro für medizinische Hilfe in Westkurdistan gespendet.

Unsere Idee war, dem interessierten Publikum weiteres vertiefendes Lesematerial anzubieten. Da mittlerweile zahlreiche Artikel zum Thema veröffentlicht wurden, haben wir den Rojava Reader in unsere Schriftenreihe der AGM aufgenommen und stellen ihn einer breiteren Öffentlichkeit zur Verfügung. Wir werden den Rojava Reader durch zukünftige Artikel erweitern.

Die Artikelsammlung beinhaltet verschiedene Texte zum Thema Rojava aus libertärer und anarchistischer Perspektive. Wir erheben dabei keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Berücksichtigt haben wir Artikel, die in der Gai Dao (Zeitschrift der Föderation deutschsprachiger Anarchist*innen), der Graswurzelrevolution (für eine gewaltfreie, herrschaftslose Gesellschaft) und der Gruppe Karakök Autonome aus Zürich veröffentlicht wurden.

Die Texte wurden von uns nicht kommentiert, sondern sollen einen Überblick über das Meinungsspektrum zum Thema Rojava innerhalb der anarchistischen Bewegung geben. Abgerundet wird der Reader durch einige Links und Buchempfehlungen sowie einigen Karten über Rojava.

Ihr könnt den Reader auch in gedruckter Form bestellen. 96 Seiten, Din A4 für 4 € und 1 € Porto (als Schein im Brief oder gegen Rechnung):
Anarchistische Gruppe Mannheim
Beilstraße 12
68159 Mannheim
Oder: info@anarchie-mannheim.de

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Anschlag in Suruc: 30 Aktivist*innen getötet

Am Morgen des 20.07.2015 detonierte im Kulturzentrum von Suruc eine Bombe, die mindestens 30 Menschen tötete und rund 100 verletzte.

Die Stadt Suruc liegt direkt an der türkisch-syrischen Grenze zu Kobanî. Hunderttausende von Flüchtlingen sind zu Beginn des Krieges in Kobanî hierher geflüchtet, mehrere Camps wurden eröffnet, viele Familien nahmen Flüchtlinge bei sich zuhause auf. Im Kulturzentrum der Stadt treffen sich seit Beginn des Krieges Aktivist_innen aus aller Welt, um praktische Solidarität mit den Flüchtlingen und mit Rojava zu leisten.

Heute Morgen führte die “Föderation der sozialistischen Jugendvereine” (Sosyalist Gencler Dernekleri Federasyonu) eine Pressekonferenz durch, um den Wiederaufbau der Stadt Kobanî zu planen. Ziel war es, danach gemeinsam nach Kobanî zu gehen und dort beim Wiederaufbau der Stadt mitzuhelfen. Inmitten der Konferenz kam es zu einer Explosion, wobei nach bisherigen Informationen von einem Selbstmordanschlag ausgegangen werden kann. Dahinterstecken können mehrere Instanzen, denen der Aktivismus und die Solidarität in Suruc ein Dorn im Auge ist: einerseits sicherlich der IS, andererseits wusste auch der türkische Geheimdienst vom Treffen, da das Treffen zuvor öffentlich kommuniziert worden war.

In den Taschen und Rucksäcken der Verstorbenen wurden etliche Bücher und Spielzeuge gefunden, welche die Aktivist_innen den Kindern in Kobanî bringen wollten. Auch drei Anarchist_innen waren inmitten der Konferenz, wobei eine Person durch die Explosion verstarb und zwei weitere schwer verletzt wurden. Als die Ambulanz sowie etliche Menschen aus der Umgebung herbei eilten, um die Verletzten zu bergen und ihnen zu helfen, attackierte das türkische Militär das Ambulanzpersonal sowie die Helfenden mit Tränengas. Etwas später gab es auch innerhalb Kobanîs eine Explosion durch die Detonierung einer Autobombe, wobei mehrere YPG-Kämpfer starben.

Solidarität mit Rojava und allen heute betroffenen, verletzten und getöteten Aktivist_innen, ihr Widerstand wird weitergetragen!

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Urbanität solidarisch gestalten

Die Mieten steigen ständig. Die Energiekosten erhöhen sich. Verstärkt wird in Immobilien investiert, um mehr Profit zu machen. Teure Prestigeprojekte werden hochgezogen. Ganze Stadtteile, wie der Jungbusch, werden "aufgewertet". Aufwertung heißt mehr Miete. Wer nicht zahlen kann, muss weg. Einkommensschwache Menschen werden schrittweise aus den Innenstädten verdrängt. Auch Zwangsräumungen sind nicht unüblich. Wie überall im Kapitalismus nimmt die soziale Ungerechtigkeit zu. Das Menschenrecht auf Wohnen verkommt zur marktgerechten Ware, bei der ausschließlich der Gewinn zählt.

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PROJEKT A

... taucht ein in die Welt der Anarchie. Ein Dokumentarfilm über Menschen, die erste Schritte in Richtung einer neuen Gesellschaft wagen. Sie träumen von einer Welt ohne Herrschaft und ohne Ausbeutung, organisiert nach dem Prinzip der gegenseitigen Hilfe."

Das verspricht der Film bereits jetzt von sich, noch eine Weile bevor der Film überhaupt fertiggestellt ist.

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Blick nach Kobane – Reisebericht

Karakök Autonome, in der schweiz aktive AnarchistInnen, haben auf ihrer Website diesen aus mehreren Teilen bestehenden Reisebericht online gestellt. Der Bericht stammt aus Suruc, einem Nachbarort von Kobane, der größten Stadt in der nordsyrischen Gegend Rojave, Grenzstadt zur Türkei, angegriffen von IS-Milizen, verteidigt von kurdischen KämpferInnen.

Teil 2, 30.10.2014

Teil 1, 19.10.2014

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Solidaritätserklärung mit Gord Hill

Die Anwesenden der Veranstaltung "Anarchie und Kunst" am 19. Juni 2014 in Mannheim protestieren gegen die staatliche Repression gegenüber dem Künstler Gord Hill und seinen Freund*innen.

Wir sind solidarisch mit ihrem Engagement gegen den Bau von Pipelines auf indigenem Land in Kanada. Wir wünschen ihnen viel Kraft und Ausdauer in ihrem Kampf.

Einstimmig angenommen von rund 50 Besucher*innen.

+++

Gord Hill bekam am 03. Juni 2014 Besuch von der Polizei. Sämtliche Bewohner*innen wurden verhaftet, das Haus wurde auf den Kopf gestellt, Computer etc. wurden beschlagnahmt:

Ein ausführlicher Bericht auf englisch findet sich bei der Vancouver Media Co-op.

Und hier eine Update dazu – ebenfalls englischsprachig.

Weitere Information zu Gord Hill und zum Bau von Pipelines in Kanada auf Gord Hills Website warriorpublications.wordpress.com

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Schriftenreihe

Anlässlich des nunmehr 10-jährigen Bestehens der Anarchistischen Gruppe Mannheim und mit rechtzeitigem Erscheinen zur Buchmesse 2013 haben wir uns entschieden, eine Reihe mit vorerst vier Ausgaben herauszugeben.

Hier das Vorwort:

Mit dieser Reihe möchten wir Texte vorstellen, die wir aus verschiedenen Gründen aus einer anarchistischen Perspektive für interessant halten. Diese Texte sind weder eine Stellungnahme unserer Gruppe zu einzelnen Themen, noch sagen wir, dass sie bedeutend wären, um ›den Anarchismus‹ zu verstehen. Nein, bei unserer kleinen Schriftenreihe möchten wir Texten eine weitere Verbreitung ermöglichen, die einzelne Mitglieder unserer Gruppe aus individuellen Vorlieben als lesenswert erachten. Wir möchten mit unserer Auswahl lediglich Diskussionen und Gedanken mit offenem Ergebnis anregen.

Ist der Anarchismus (noch) links?
Download (PDF) | Am Bildschirm lesen

Anarchismus und Gewalt
Download (PDF) | Am Bildschirm lesen

Pjotr Alexejewitsch Kropotkin
Download (PDF) | Am Bildschirm lesen

Wieso soll ich sexistisch sein? Ich bin Anarchist!
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Selbstdarstellung der Anarchistischen Gruppe Mannheim

Selbstdarstellung der Anarchistischen Gruppe Mannheim

Unseren Selbstdarstellungsflyer könnt ihr als PDF herunterladen:

Selbstdarstellung (1,6 MB)

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Folgt uns auf Twitter!

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Für alle, die es noch nicht wissen: Wir sind seit einiger Zeit bei Twitter und zwitschern fröhlich Nachrichten in die Welt. Die könnt Ihr mitlesen, indem Ihr entweder auf das Twitter-Logo oben oder "weiterlesen" unten klickt.

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Terminkalender:

24.04.2019
SOMA (Selbstorganisiert in Mannheim)
Planungstreffen
19.30 Uhr · ASV · Beilstraße 12 (Hinterhaus) · Mannheim



06.05.2019
Planungstreffen der Lebensmittelkooperative
20.00 Uhr · WildWest e.V. · Alphornstraße 38 · Mannheim



10. bis 12.05.2019
V. Anarchistische Buchmesse Mannheim
Weitere Informationen auf der Website der Anarchistischen Buchmesse
Jugendkulturzentrum forum und diverse weitere Locations · Mannheim



22.05.2019
SOMA (Selbstorganisiert in Mannheim)
Planungstreffen
19.30 Uhr · ASV · Beilstraße 12 (Hinterhaus) · Mannheim



25.05.2019
Umsonstflohmarkt
SOMA (Selbstorganisiert in Mannheim)
12.00 bis 16.00 Uhr · WildWest e.V. · Alphornstraße 38 · Mannheim



05.06.2019
SOMA (Selbstorganisiert in Mannheim)
Planungstreffen
19.30 Uhr · ASV · Beilstraße 12 (Hinterhaus) · Mannheim



19.06.2019
SOMA (Selbstorganisiert in Mannheim)
Planungstreffen
19.30 Uhr · ASV · Beilstraße 12 (Hinterhaus) · Mannheim



22.06.2019
Umsonstflohmarkt
SOMA (Selbstorganisiert in Mannheim)
12.00 bis 16.00 Uhr · WildWest e.V. · Alphornstraße 38 · Mannheim