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Oury Jalloh – das war Mord!So, 29.01.2012 · 20.00 Uhr · Café Gegendruck · Fischergasse 2 · Heidelberg
Diskussionsveranstaltung zum aktuellen Stand des Gerichtsverfahrens, zum Polizeieinsatz am 07.01.2012 bei der Demo in Dessau sowie zum Überwachungsstaat. Oury Jalloh – der Prozess geht weiterVerhandlungstage im Revisionsverfahren: Treffpunkt vor dem Landgericht Magdeburg: In Berlin gibt es einen gemeinsamen Treffpunkt zur Abfahrt: Eine Menge Hintergrundinformationen liefert die Dokumentation "Tod in der Zelle – Warum starb Oury Jalloh?", die ihr euch hier anschauen könnt: Außerdem gibt es die Internetseite von 2012 mit anarchistischen Vorsätzen auf Dresdner Straßen!Aufruf des Allgemeinen Syndikats Dresden (FAU IAA – FdA IFA): Als Anarchist*innen treten wir für eine Gesellschaft ohne Herrschaft und Gewalt des Menschen über den Menschen ein. Das schließt den Kampf gegen jegliche gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, physische und psychische Gewalt gegen Menschen und Diskriminierungen z. B. aufgrund von Geschlecht, Herkunft, Aussehen, Sexualität ein. Als Mitglieder verschiedener Kampforganisationen der lohnabhängigen Klasse sind wir bemüht, wirtschaftliche Gesetze für die Bevölkerung transparent zu machen, damit wir uns so in Theorie und Praxis zum Kampf gegen Ausbeutung und Unterdrückung selbst ermächtigen können. Der Kampf gegen die Ideologien des Faschismus und der des Führerkultes Nationalsozialismus als schlimmste Formen menschenverachtenden Denkens stellt für uns daher eine Selbstverständlichkeit dar. Wir möchten mit diesem Aufruf dazu ermutigen, sich den Neo-Naziaufmärschen am 13. und 18. Februar in Dresden unter einem anarchistischen Blickwinkel in den Weg zu stellen. Solidarität mit den Opfern des NaziterrorsÜber einen Zeitraum von mehr als 10 Jahren haben Neonazis eine ganze Reihe von Menschen regelrecht hingerichtet. Wir sind tief betroffen, dass eine solche Serie von Gräueltaten über einen so langen Zeitraum stattfinden konnte – und das auch noch vor den Augen der Öffentlichkeit. Seit einigen Wochen wird nun schon über die Taten des NSU (Nationalsozialistischer Untergrund) in Funk und Fernsehen berichtet. Ursprünglich wurden die Angehörigen der NSU-Opfer selbst verdächtigt, sie seien in einen Bandenkrieg verwickelt. Wie sich herausstellte, handelte es sich aber nicht um einen Bandenkrieg, sondern um Morde, die geplant und ausgeführt wurden von einer terroristischen Organisation mit rassistischem und menschenverachtendem Weltbild. Diese Organisation war (und ist?) eingebettet in einen weitreichenden Unterstützerkreis, dessen Größe immer noch nicht vollständig bekannt ist. Vor diesem Hintergrund sprechen wir den Angehörigen der Opfer unsere ganz besondere Anteilnahme aus. Es bedrückt uns, dass sich ein großer Teil der Bevölkerung so wenig betroffen zeigt.
Es ist keine Krise – es ist das System
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